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Imperium der Bonzen - ebook -

- Das erste Buch Magnus
Imperium der Bonzen - ebook -

Imperium der Bonzen - ebook -

Autor:

Peter A. Kettner

Verlag: Roegelsnap Buch & Hörbuchverlag
Format: PDF
Beigaben: keine
 

4,95 €

 
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Inhalt:

Imperium der Bonzen - Das erste Buch Magnus
- ebook - 87 Seiten

Magnus wird in eine Welt hineingeboren, in der alles Perfekt geregelt scheint. Als knallharter Soldat der Raumflotte kämpft und tötet er ohne seine Befehle zu hinterfragen. Wer Freund oder Feind ist bestimmen die Herrschenden. Erst als er schwerverletzt, in einem fremden Raumsektor von Wesen gerettet wird, die von der Führung als Feindlich eingestuft wurden, beginnt er seine Meinung zu ändern. Mit neuen Freunden bildet er eine wehrhafte Allianz, gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Ihn erwarten gefährliche Abenteuer in einem Universum voller religiöser Fanatiker, machtgeiler Despoten, skrupellosen Sklavenhändlern und gierigen Organhändlern.

- 01 Kapitel - Magnus von Stadtfeld 312
- 02 Kapitel - Stadt im Weltraum
- 03 Kapitel - Der Ärger beginnt
- 04 Kapitel - In den Tiefen von Starcity
- 05 Kapitel - Der Schowdown
- 06 Kapitel - Neue Freunde

Personen und Handlung dieses Buches sind frei erfunden.
Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sowie existierenden
Unternehmen wären also rein zufällig.


Leseprobe:

Magnus von Stadtfeld 312

Eine ungewöhnliche Schwere lastete wie ein bleierner Sargdeckel auf mir. Verzweifelt versuchte ich meine Augenlider zu bewegen. Doch stählernen Geschützpforten gleich, deren Mechanik vom Rost zerfressen ihre zugedachte Funktion nicht mehr erfüllten, waren sie nicht zu bewegen. Auch Arme und Beine widersetzten sich standhaft meinen Befehlen und degradierten meinen Rumpf zu einem nutzlosen Stück Fleisch, das zum Verfaulen verurteilt war. Trotz meiner hervorragenden Ausbildung zum Raumsoldaten, die so manche grausame Schinderei beinhaltet hatte, war ich nicht auf eine solch unwirkliche Situation vorbereitet. Eine nie gekannte lähmende Angst fraß sich in mich hinein. Sie kam wie ein Ungeziefer aus den untersten Ebenen meines Bewusstseins gekrochen und wollte meine von strenger Logik dominierte Gedankenwelt zerstören. War ich vollständig paralysiert und ein Gefangener in meinem eigenen Körper? Wo befand ich mich überhaupt und was war passiert? Mühsam versuchte ich einige wirre Erinnerungsfetzen zu ordnen. Blitzartig erschienen sie vor meinem geistigen Auge und verschwanden genau so schnell wieder. Ich hätte auch versuchen können Seifenblasen mit einer glühenden Eisenzange zu halten, das Ergebnis - wie könnte es anders sein - wäre das gleiche gewesen. Nichts schien diesen reißenden Mahlstrom aus durcheinander wirbelnden und bruchstückhaften Bildern stoppen zu können. Was passierte nur in dieser grauen Masse, die man allgemein als Gehirn bezeichnete. Wurde ich etwa wahnsinnig? Weilte ich überhaupt noch unter den Lebenden? Wenn ich aber an der Schwelle des Todes stand, wo waren die fünfzig jungfräulichen Engel, die jeden im Kampf gefallenen Krieger sofort in das 10. Paradies der Ewigen Freude geleiteten. Schickte mich stattdessen der düstere Sensemann geradewegs auf eine Reise in das Land des Ewigen Vergessens? Aber wieso quälte der Gestank von verbranntem Kunststoff, vermengt mit angesengtem Fleisch, mein Geruchsorgan? Seit wann können Tote reichen? Übergangslos gewann ich wieder die Kontrolle über meinen Körper zurück. Sofort öffnete ich die Augen. Mit heftigem Blinken meldete sich die medizinische Kontrolleinheit des Schiffes. Gevatter Tod würde noch eine Weile auf mich warten müssen. Fast automatisch drückte ich die Bestätigungstaste, woraufhin ein transparenter Folienmonitor direkt vor meinem Kopf erschien. Nur einen Augenblick später präsentierte mir das Gerät, in nüchternen Daten meinen aktuellen Gesundheitszustand. Mich traf der Schock. Was ich las bedeutet mein Todesurteil, sollte ich nicht schleunigst in ein Lazarett gelangen. Mit der gnadenlosen Unbarmherzigkeit einer seelenlosen Maschine wurde mir die schreckliche Wahrheit offenbart. Verflucht, warum konnten die Diagnosegeräte nicht lügen? Leichter Schwindel erfasste mich als ich die katastrophalen Zahlen auf der Oberfläche des hauchdünnen Übertragungsmaterials zum zweiten Mal las. Mir blieb nur noch verdammt wenig Zeit. Suchschiffe der Flotte wurden auf dem Ortungsgerät keine angezeigt. Mit erschreckender Klarheit erkannte ich, meine auswegsloser Lage. Eins war jetzt schon sicher - das Schicksal hatte mir einen knallharten Tritt in den Hintern verpasst. Was war geschehen? Erst zögerlich, dann immer schneller, kehrten meine Erinnerungen zurück. Seufzend ließ ich nochmals in Gedanken die letzte viertel Stunde meines Kampfeinsatzes Revue passieren.

Die Schlacht um Suma
Es schien ein Routineeinsatz zu werden – nichts Besonderes für einen erfahrenen, in vielen Einsätzen gestählten Raumsoldaten wie mich. Ich kommandierte einen Verband von zwanzig Einmann-Zerstörern der neusten Bauart. Erst vor wenigen Wochen war unser Trägerschiff WILLE ZUR MACHT vollständig mit nagelneuen Nova-Husaren ausgerüstet worden. Das waren hochmodernen Jagdmaschinen aus der Serie A-8000/3, die, nach Aussage des Wartungstechnikers, vergleichbare Modelle anderer Rassen locker in den Schatten stellten. Von einem Profi gesteuert - eine ultimative Vernichtungswaffe. Meine Aufgabe bestand darin, mit meinem Verband den äußeren Verteidigungsring des Planeten Suma auszuschalten, damit unsere Bodentruppen mit der Invasion der Feindwelt beginnen konnten. Wendiger und mit höherer Feuerkraft ausgestattet, als unsere alten Sodom-Jets, stürzten wir uns wie ein Rudel halbverhungerter Wolfssaurier auf die plumpen Kriegsschiffe der verzweifelten Verteidiger. Die dominante Intelligenz in diesem Sonnensystem stammte von Echsen ab – bundgeschuppte Reptilien mit vielen Talenten - nur nicht für das Kriegshandwerk. Bestückt mit beweglichern Zwillingsbug-Kanonen feuerten wir mit hoher Genauigkeit in die ungeschickt manövrierenden Pulks der feindlichen Verbände. Trotz des heldenmütigen Einsatzes ihrer Abfangjäger, die – sehr zu meiner Freude – technisch total veraltet waren, gerieten die Maschinen meiner Staffel nie ernstlich in Gefahr. In unseren Sektor, hatten wir in lächerlich kurzer Zeit, die Abfangjäger der Echsen bis auf wenige Exemplare vernichtet. Ihrer wichtigsten Verteidigungswaffe beraubt, stürzten von schweren Explosionen erschüttert, immer mehr Trägerschiffe der Sumanten auf ihren Heimatstern zurück. Es musste ein schaurig-schöner Anblick für die auf dem Planeten zurückgebliebene Zivilbevölkerung sein, wenn die Weltraumgiganten, einen riesigen Feuerschweif hinter sich herziehend, in der Lufthülle verglühten. Mitleid kannte ich nicht. Wer sich den göttlichen Bonzen widersetzte oder gar heimlich Bündnisse gegen sie schmiedete, musste mit einer harten Bestrafung rechnen. Denn es stand geschrieben: „Wer Böses gegen die Propheten im Schilde führt soll das Feuer der Vergeltung schmecken“. Eine Gruppe ungewöhnlicher Raumschiffe, deren Außenhüllen wie pures Gold schimmerten, erregten meine Aufmerksamkeit. Natürlich erkannte ich sofort die Himmelsflotte der Mutter-Königin. Es war anzunehmen, dass sich der gesamte Hoch-Adel von Suma auf den altertümlichen Schiffen aufhielt. Sie durften auf keinem Fall entkommen, da sich dieses Volk auf einem anderen Planeten wieder innerhalb weniger Planetenjahre regenerieren konnte. Die Instruktionen waren eindeutig, dass Volk der Sumanten sollte vollkommen ausgelöscht werden. Ich gab meiner Staffel den Befehl, die Verfolgung aufzunehmen.

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