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Die Moser-Rollen waren meistens Typen, die "alles besser wußten" und dennoch alles falsch machten, die immerfort die anderen korrigierten und belehrten. Berühmtestes Beispiel ist der Sketch "Der Dienstmann", der den Namen Hans Moser zu Beginn der Zwanzigerjahre schlagartig bekannt machte. Damit war für Hans Moser ein Modell für alle zukünftigen Zeiten geschaffen worden, von nun an folgte eine unaufhörliche Serie von cholerischen, rechthaberischen Figuren, die mit quengelnder Stimme, stammelnd und sich verhaspelnd, stets echauffiert und mit fahrigen Bewegungen um ihr Recht kämpften.Das Lied "Die Reblaus" (aus dem Film "Sieben Jahre Pech"), mitten in den Kriegsjahren entstanden, war so etwas wie eine Art Anti-Hymne gegen die dröhnenden Kampf- und Kriegslieder des Zeitalters.
Von vielen großen Theaterleistungen Hans Mosers, etwa aus der Max-Reinhardt-Zeit (Wien, Salzburg, Berlin), ist uns nichts anderes übrig geblieben als ein paar Fotos, Programme und Kritiken. Vom anderen, besseren Hans Moser kennen wir überhaupt nur wenig. Eine seiner Schallplatten, vor allem die frühen Aufnahmen, geben dennoch etwas von seiner außerordentlichen Gestaltungskraft wieder. Seine Solo-Vorträge sind feine Kunststücke der Jargon-Komik. (Clemens Höslinger)
